Jazzwoche #8
Zurück zur Übersicht26.06.26 — 17:30 Uhr
Neue Zukunft
Alt-Stralau 68
10245 Berlin Berlin
-DE-
Freut euch auf eine ereignisreiche Abschlussveranstaltung der Jazzwoche Berlin #8!
Impulsvorträge von:
Prof. Dr. Friederike Landau-Donnelly
Gastprofessorin für Kultur- und Sozialgeographie an der Humboldt-Universität zu Berlin
"Trotz/Mit/Durch Differenz solidarisch - für eine konfliktfreundliche Kulturpolitik"
Uli Kempendorff
Berliner Jazzmusiker und Mitgründer der IG Jazz Berlin
Musik:
KOOB
KOOB vocals / Gabriel Fitros drums / Wolle Huber piano / Seth Sjöström electric bass
Im Anschluss: Gemeinsames Ausklingen lassen, vernetzen & austauschen
Eintritt frei
Einlass: 17.30 Uhr, Beginn: ca. 18.00 Uhr
-EN-
Get ready for an eventful closing ceremony for Jazzwoche Berlin #8!
Keynote speeches by:
Prof. Dr. Friederike Landau-Donnelly
Visiting Professor of Cultural and Social Geography at Humboldt University of Berlin
“Solidarity in Spite of/With/Through Difference—Toward a Conflict-Friendly Cultural Policy”
Uli Kempendorff
Berlin jazz musician and co-founder of IG Jazz Berlin
Music:
KOOB
KOOB on vocals / Gabriel Fitros on drums / Wolle Huber on piano / Seth Sjöström on electric bass
Afterward: Wrap up the evening together, network, and exchange ideas
Free admission
Doors: 17.30, start: ca. 18.00
KOOB ist das aufmüpfige Debütprojekt der jungen Berliner Sängerin Valeryia Dele, die in Minsk geboren wurde.
Ihr sonorer Sprechgesang changiert zwischen den harmolodischen Wortspielen einer Jayne Cortez, Funk à la Meshell Ndegeocello und aktuellen HipHop-Experimenten. Permanent schlüpft sie in unterschiedliche Rollen und nähert sich dem Ohr aus verschiedenen Perspektiven an. Ihre Flexibilität ist verblüffend. Mit einigen der jüngsten Exponenten der Berliner Jazzszene groovt KOOB wie die Hölle am Freitag. Mal zieht sie die Zügel fest an und folgt einem klaren Plan, dann wieder lässt sie ihre Band einfach in freien Jams losziehen.
Wolf Kampmann, Jazz Thing
Besetzung:
KOOB - Gesang (BY)
Gabriel Fitros - Schlagzeug (DE)
Wolle Huber - Klavier (DE)
Seth Sjöström - E-bass (SE)
Dr. Friederike Landau-Donnelly (*1989, sie/sie) ist intersektionale Politikwissenschaftlerin, Stadtsoziologin und Kulturgeografin. Sie ist derzeit Gastprofessorin für Sozial- und Kulturgeographie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Weiterhin arbeitet sie an einer Monografie über konfliktuelle Museen in Kanada und Indien. Friederike schreibt über künstlerischen und affektiven Aktivismus, Raumtheorie, Kunst im öffentlichen Raum und umstrittene Kulturpolitik. Dr. Landau-Donnelly ist Mitherausgeberin des Handbuchs Kulturpolitik (2024), Konfliktuelle Kulturpolitik (2023) und [Un]Grounding – Post-Foundational Geographies (2021) sowie Autorin von Agonistic Articulations in the „Creative” City – On New Actors and Activism in Berlin’s Cultural Politics (2019) und veröffentlicht Gedichte unter #PoeticAcademic: https://friederikelandau.com/poeticacademic/.
Uli Kempendorff ist Saxophonist und Klarinettist aus Berlin. Sein Schwerpunkt liegt vor allem auf der Konzerttätigkeit; als Komponist hat er die Musik für sechs Alben seiner eigenen Formation komponiert und hat Eigenkompositionen zu Aufnahmen von Julia Hülsmann, Mike Pride, Ernte und Evi Filippou beigesteuert. Kempendorff studierte Saxophon und Improvisation an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin sowie am City College in New York City. Seine Arbeit ist auf Labels wie ECM, Enja und Four Music dokumentiert. Neben eigenen Projekten – wie etwa „Field“ (seit 2018 gemeinsam mit Christopher Dell, Peter Bruun und Jonas Westergaard) – war und ist er in Formationen mit Julia Hülsmann, Ulrich Gumpert, Benjamin Weidekamp, Felix Henkelhausen, Wanja Slavin, Rudi Mahall, Markus Pesonen, Pablo Held, Tobias Delius, Mike Pride, Lina Allemano und Christian Weber aktiv. Zudem war er auf Tournee, im Studio und auf der Bühne mit SEEED, Rolf Kühn, Bad Stream, Jimi Tenor und „Little“ Jimmy Scott. Im Jahr 2010 rief er die Konzertreihe „Serious Series“ ins Leben, die er bis 2014 kuratierte. 2016 übernahm Kempendorff die Programmplanung für die Konzertreihe „In Between Festivals“ in Breslau (PL) im Rahmen des dortigen Programms als Europäische Kulturhauptstadt. Dieses Projekt realisierte er in Zusammenarbeit mit Marc Schmolling, der Stiftung Zukunft Berlin und MicaMoca. Bis 2018 kuratierte er gemeinsam mit Gebhard Ullmann zudem die Reihe „JAB 105“ im Berliner Club A-Trane. Konzerte und Lehrtätigkeiten führten ihn an die Elfenbeinküste, nach Kanada, in die USA, nach Südamerika, Usbekistan, Mexiko sowie in zahlreiche europäische Länder. Kempendorff erhielt mehrere Stipendien der Stadt Berlin, war von 2006 bis 2007 DAAD-Stipendiat in New York City und verbrachte einen Monat als Gast der Alfred-Köchlin-Stiftung in der Stadtmühle Willisau in der Schweiz. Zudem bin ich Alumnus der Stiftung Àrvore (CH). Er ist seit vielen Jahren Gastdozent oder im Rahmen fester Lehraufträge in Berlin, Hannover, Basel, Frankfurt am Main, Stuttgart und Weimar. Einige seiner Texte wurden in Publikationen des Jazzinstituts Darmstadt sowie im Magazin *Jazzpodium* veröffentlicht. Ein Oral-History-Podcast über den Jazz in der DDR, an dem er gemeinsam mit meinen Freunden Dörte Fiedler und Peter Ehwald in den vergangenen zweieinhalb Jahren gearbeitet hat, wird derzeit Folge für Folge von der Bundeszentrale für politische Bildung publiziert.